Fachanwalt für Steuerrecht / Tönisvorst

Der Anspruch und Ziel unserer Rechts- und Steuerberatungskanzlei ist, eine umfassende steuerliche und rechtliche Beratung als Fachanwalt für Steuerrecht für unsere Mandanten in Tönisvorst zu gewährleisten, die Prozesse möglichst vermeidet.

Sollten sich Lösungen oder einvernehmliche Vereinbarungen im Verhandlungswege nicht erzielen lassen, vertreten wir Sie als Fachkanzlei für Steuerrecht vor dem Gericht oder Finanzamt, um Ihre Interessen durchzusetzen.

- Betriebsprüfung
- Steuerstrafrecht
- Finanz- Gerichtsverfahren
- Steuerstrafverfahren
- Umsatzsteuer-Nachschau
- Umsatzsteuer-Sonderprüfungen
- Steuerstrafverteidigung
- Lohnsteuer-Außenprüfung
- Vermögensbeschlagnahme
- Ablauf und Verteidigungsstrategien
- Strafbarkeitsrisiken GmbH-Geschäftsführer

Informationen zu Thema:


Umsatzsteuer-Nachschau

Was ist eine Umsatzsteuernachschau?
Geregelt ist die Umsatzsteuernachschau in § 27 b Umsatzsteuergesetz( UStG). Die Norm erklärt sehr gut die vorangestellte Fragestellung, wie folgt:

Zur Sicherstellung einer gleichmäßigen Festsetzung und Erhebung der Umsatzsteuer können die damit betrauten Amtsträger der Finanzbehörde ohne vorherige Ankündigung und außerhalb einer Außenprüfung Grundstücke und Räume von Personen, die eine gewerbliche oder berufliche Tätigkeit selbständig ausüben, während der Geschäfts- und Arbeitszeiten betreten, um Sachverhalte festzustellen, die für die Besteuerung erheblich sein können.

Wohnräume dürfen nur mit Zustimmung bzw. gegen den Willen des Inhabers nur zur Verhütung dringender Gefahren für die öffentliche Sicherheit und Ordnung betreten werden.

§ 27 b Abs. 2 UStG sagt weiter: Soweit dies zur Feststellung einer steuerlichen Erheblichkeit zweckdienlich ist, haben die von der Umsatzsteuernachschau betroffenen Personen den damit betrauten Amtsträgern auf Verlangen Aufzeichnungen, Bücher, Geschäftspapiere und andere Urkunden über die der Umsatzsteuernachschau unterliegenden Sachverhalte vorzulegen und Auskünfte zu erteilen.

Nach § 27 b Abs. 3 UStG kann wenn die Feststellungen der Nachschau dazu Anlass geben, ohne Prüfungsanordnung in eine Außenprüfung übergegangenen werden.

Was ist Anlass einer UST- Nachschau?
Anlass zu einer USt- Nachschau können geben berichtigte oder nicht plausible Umsatzsteuervoranmeldungen oder seit dem angegeben Geschäftsbeginn überhaupt keine abgegeben Umsatzsteuervoranmeldungen. Auch nicht erklärte Abweichungen zur USt – Jahresmeldung könnten der Anlass sein.

Oftmals besteht aber nicht einmal ein konkreter Anlass, die Finanzverwaltung möchte einfach nur prüfen, ob ein Geschäft bzw. Geschäftsträume vorliegen oder ob es sich lediglich um eine sog. Briefkastenadresse handelt.

Wie sollten Sie sich verhalten, bei einer USt-Nachschau?
Zeigen Sie dem Prüfer bereitwillig die Geschäftsräume, geben Sie keine überflüssigen Auskünfte, die Prüfung soll auf den Prüfungsgegenstand und den Prüfungszeitraum beschränkt bleiben. Überlassen Sie dem freiwillig keine Geschäftsunterlagen, die er/sie mitnehmen will.

Kontaktieren Sie einen Fachanwalt für Steuerecht/ Steuerberater, mit dem Sie das weitere Vorgehen besprechen können.

Lohnsteuer-Außenprüfung

Außenprüfung
Die Außenprüfung ist eine von der Finanzverwaltung im Außendienst Prüfung steuerlich relevanter Sachverhalte, die Prüfung der Zuordnung der Belege, die Prüfung ordnungsgemäßer Buchführung sowie ordnungsgemäßer Abrechnungen.

Eine Außenprüfung kann sich auf verschiedene Tätigkeitsfelder beschränken. Sie findet in der Regel im Betrieb des Steuerpflichtigen statt, ggf. aber auch in den Räumen des Steuerberaters, welcher die Buchhaltung erstellt.

Die in der Praxis wichtigsten Außenprüfungen werden hier kurz vorgestellt wie folgt:
- Die in der Praxis bedeutendste Außenprüfung ist die Betriebsprüfung, bei der die gesamte Finanzbuchführung geprüft wird, auch umsatzsteuerliche- sowie lohnsteuerliche Sachverhalte werden geprüft. Es werden also die gesamten steuerlichen Gegebenheiten von gewerblichen und land- und forstwirtschaftlichen Betrieben sowie von Freiberuflern überprüft.

- Eine Beschränkung der Außenprüfung auf Umsatzsteuer wird Umsatzsteuersonderprüfung genannt. Die Prüfung beschränkt sich auf umsatzsteuerrechtlich relevante Sachverhalte. Sie kann ohne besonderen Grund erfolgen, kann aber auch aufgrund einer Kontrollmitteilung erfolgt sein, d.h. ein anderer Unternehmer, der geprüft wurde, hat Rechnungen des hier gesondert Geprüften erhalten . Die Finanzverwaltung vergleicht das mit den Umsatzsteuervoranmeldungen des Zeitraumes und will nun sehen, ob diese Rechnungen in der Buchhaltung des gesondert Geprüften enthalten sind. Da diese Prüfung anders als bei der USt- Nachschau mit einer vorherigen Prüfungsanordnung ergeht, sollte dies bereits im Vorfeld mit einem Steuerberater, ggf. mit einem Steueranwalt besprochen werden.

- Eine weitere Untergruppe der Außenprüfung bildet die sog. Lohnsteueraußenprüfung, bei der die Abführung und Einbehaltung der Lohnsteuer durch den Arbeitgeber geprüft wird. Gefahrenquellen ist hier die Beschäftigung von Arbeitnehmers aus der EU, für welche jährlich die Anlage EU/EWR eingereicht werden muss. Ist dies nicht passiert, kann es zu erheblichen Steuerforderungen an den Arbeitgeber kommen, wenn die üblichen Lohnsteuerklassen also 1 oder 3 versteuert wurden. Weiterhin werden die allgemeinverbindlichen Tarifbestimmungen überprüft sowie die Einhaltung des Mindestlohnes.

- Zu nennen wäre noch die Außenprüfung durch die Deutsche Rentenversicherung , die in der Regel alle 4 Jahre erfolgt. Es ist die sog. Sozialversicherungsrechtliche Prüfung. Besondere Gefahrenpunkte sind dort die sog. Scheinselbständigen, also Unternehmer die als Angestellte eingestuft werden sollen mit der vollen Sozialversicherungspflicht, Achtung auch bei GmbH- Geschäftsführern. Dem kann entgegengewirkt werden, in dem sog. Statusfeststellungsverfahren durchgeführt werden, bei denen klargestellt wird ob es sich im Einzelfall um Arbeitnehmer oder selbständige Unternehmer handelt. Aber auch Selbstständige können der Sozialversicherungspflicht unterliegen, anders wiederum können auch angestellte GmbH- Geschäftsführer von der Sozialversicherungspflicht befreit sein.

Auch hier sollte ein Fachmann/Fachfrau herangezogen werden und eine Beratung möglichst im Vorfeld erfolgen.


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